Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V.
Fuß-Info

Sprunggelenksinstabilität

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Sprunggelenksinstabilität

Eine dauerhafte (chronische) Instabilität des Sprunggelenks kann sich aus einem Bänderriss am Sprunggelenks entwickeln. Zunächst erfolgt immer der Versuch der nichtoperativen Behandlung mittels Krankengymnastik. Ziel ist es ,die Muskulatur zu stärken, die das Sprunggelenk stabilisiert und die Muskelkoordination zu verbessern. Führt die konservative Behandlung nicht zu einer ausreichenden Stabilisierung des Sprunggelenkes, sollte eine Operation erwogen werden.

Sprunggelenksinstabilität
Abb.: Sprunggelenksinstabilität

Operation

Eine Möglichkeit ist, die Bänder im Sprunggelenk zu kürzen und zu straffen. Alternativ kann auch eine Sehne aus dem Unterschenkel entnommen und als Außenband in das Sprunggelenk eingenäht werden. Sehnen bestehen aus ähnlichem Gewebe wie Bänder.

Die Stabilisierung kann minimalinvasiv im Rahmen einer Arthroskopie durchgeführt (Arthroskopische Operation nach Broström): Zuerst werden Kanäle an den Ansatzstellen der geschädigten Bänder in das Wadenbein gebohrt. In diese Bohrlöcher werden Knochenanker eingebracht, mit denen die Außenbänder und die Gelenkkapsel dann an das Wadenbein fixiert werden.

Alternativ wird eine offene Operation durchgeführt - dabei werden die fehlverheilten Bänder und die Gelenkkapsel durchtrennt und anschließend überlappend wieder vernäht. Dadurch kommt es zu einer Verkürzung und Stabilisierung des Außenbandapparates.

Nachbehandlung

Nach der Operation sollte der Patient, je nach angewandtem Verfahren, für ca. 6 Wochen eine spezielle Schiene tragen und Krankengymnastik durchführen.

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