Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V.

"GFFC Aktuell", Ausgabe 22, September 2014

Intern
Intern

GFFC Aktuell Nr. 22, September 2014

Inhalt:

Editorial

GFFC aktiv - Aus Vorstand und Gremien

Rückblick - Berichte über vergangene GFFC-Veranstaltungen

Ausblick - Aktuelles zu den kommenden GFFC-Veranstaltungen

Einblick - Fakten und Hintergründe

GFFC-Partner - Aktuelle Stipendien

Zu guter Letzt

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Editorial


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Vorbereitungen für den GFFC Jahreskongress laufen auf Hochtouren. Falls Sie noch nicht angemeldet sind, möchte ich Sie heute herzlich dazu einladen und Sie bitten, sich den 5. und 6. Dezember 2014 für unser 22. Internationales Symposium für Fußchirurgie in Unterschleißheim vorzumerken. Die Kongresspräsidenten Johannes Beike und Alexander Sikorski haben ein spannendes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Auch das Get-together am Samstagabend wird in einer neuen Form stattfinden, die Ihnen sicher gefallen wird. Zudem wird die American Academy of Podiatric Sports Medicine eine Satellitenveranstaltung abhalten, an der auch interessierte GFFC-Mitglieder teilnehmen können.

Noch vor unserem Jahreskongress findet im November erstmalig der Expertenkurs für konservative Therapieverfahren statt. Inhalte sind unter anderem Injektionstechniken, Stoßwellentherapie, Spiraldynamik und andere nicht-operative Verfahren. Für die Operateure wiederum werden wir auf vielfachen Wunsch im Januar den ersten Zweitageskurs für minimal invasive Fußchirurgie anbieten. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben die Präzision und Sicherheit dieser Verfahren wesentlich verbessert. Die GFFC wird sich dieser Entwicklung nicht verschließen: Der MIS Expertenkurs ist ein Schritt, die minimal invasiven Techniken in das Ausbildungscurriculum der GFFC zu integrieren.

In diesem Newsletter wird auch unsere Justiziarin, die Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht Andrea Mangold aus München, erstmalig über interessante Entwicklungen aus juristischer Sicht berichten. Wir sehen in ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft eine wertvolle Bereicherung. Wir hoffen, dass Ihnen der Newsletter gefällt, der von unserer Pressereferentin Frau Antje Thiel neu gestaltet wurde.

Wir freuen uns, Sie bei einer der nächsten Veranstaltungen der GFFC begrüßen zu dürfen.

Ihr
Prof. Dr. Markus Walther
1. Vorsitzender der GFFC

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GFFC aktiv – Aus Vorstand und Gremien


Aus dem Vorstand: Erleichterter Einstieg für BDC-Mitglieder zum Erwerb der GFFC-Zertifikate
Bericht von Prof. Markus Walther, GFFC-Vorsitzender

Der Berufsverband Deutscher Chirurgen e.V. (BDC) bietet seit vielen Jahren eine theoriebasierte Ausbildung zum Thema Fuß- und Sprunggelenkchirurgie an. Für viele der dort ausgebildeten Ärzte ist die Fuß- und Sprunggelenkchirurgie zu einem bedeutenden Tätigkeitsfeld angewachsen. Von diesen Kollegen wurde wiederholt der Wunsch an die Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V.  (GFFC)  herangetragen, die Ausbildung in praktischer Fuß- und Sprunggelenkchirurgie weiter zu vertiefen.

Zur Erlangung des GFFC-Zertifikats ist die Teilnahme an einem dreistufigen Kurssystem (Basis-, Aufbau, Masterkurs) notwendig. Die GFFC bietet Ärzten mit dem Zertifikat des BDC ab sofort die Möglichkeit des erleichterten Einstiegs zur Erlangung des GFFC-Zertifikats und des GFFC-Expertenzertifikats. Unter Vorlage des BDC-Zertifikats ist der direkte Einstieg in das Kurrikulum der GFFC auf der Stufe des Aufbaukurses möglich. Die theoretischen Kursinhalte und die erworbene Kenntnisse am Kunstknochen der BDC-Kurse werden als Basiskurs anerkannt. Somit können BDC-zertifizierte Ärzte mit nur zwei Kursen (Aufbau- und Masterkurs) das Fußchirurgische Zertifikat der GFFC erhalten

Informationen zu den Seminaren und Kursen der GFFC finden Sie in diesem Newsletter oder auf der GFFC-Homepage unter
Für Mitglieder >> Termine >> Seminarankündigungen

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Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit
Bericht von Dr. Johannes-Stephan von Rüdiger, Leiter des Arbeitskreises

Mit dem 31. März 2014 ist die langjährige Zusammenarbeit der GFFC mit Isa von Liel als freie Mitarbeiterin für die Öffentlichkeitsarbeit zu Ende gegangen. An dieser Stelle möchte ich mich für den Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit und im Namen der GFFC noch einmal ausdrücklich für die stets sehr gute, ideenreiche und kompetente Zusammenarbeit, insbesondere bezüglich der Gestaltung unserer Homepage und unseres Newsletters danken. Für ihre weitere Zukunft wünschen wir Frau von Liel alles Gute!

Wir freuen uns, dass wir eine Nachfolgerin für diese anspruchsvolle Tätigkeit finden konnten: Seit April 2014 ist Antje Thiel, freie Journalistin mit dem Schwerpunkt Medizin und Gesundheitspolitik, für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der GFFC zuständig. Sie wird Pressemitteilungen verfassen und steht für die Beantwortung von Presseanfragen zur Verfügung. Außerdem hat sie die Betreuung des Newsletters übernommen. Zusammen mit dem AK Öffentlichkeitsarbeit wird sie sich auch um aktuelle Belange auf unserer Homepage wie etwa Online-Nachrichten oder aktuelle Berichte über Veranstaltungen der GFFC kümmern.

Antje Thiel
(Antje Thiel)

Antje Thiel betreut seit vielen Jahren die Pressearbeit und die Verbandszeitschriften des Berufsverbandes Niedergelassener Chirurgen (BNC) und des Bundesverbandes Ambulantes Operieren (BAO). Sie betreut auch die Pressearbeit und die Online-Nachrichten für das Anästhesienetz Deutschland (AND). Daneben schreibt sie als freie Autorin für diverse medizinische Fachzeitschriften und ist außerdem für verschiedene PR-Agenturen im Healthcare-Sektor tätig. Ausführliche Informationen über Antje Thiel finden Sie auf ihrer Homepage unter www.antje-thiel.de.

Dieser Newsletter GFFC-Aktuell Nr. 22 ist der erste, der unter der redaktionellen Obhut von Frau Thiel steht. Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit Antje Thiel.

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Arbeitskreis Minimal Invasive (MIS) Fußchirurgie
Bericht von Dr. Frank Mattes, Leiter des Arbeitskreises

Der GFFC-Arbeitskreis Minimal Invasive (MIS) Fußchirurgie wurde 2013 als jüngste Arbeitsgruppe der GFFC gegründet. Anlass war die Beobachtung, dass das speziell erforderliche Wissen um die minimal invasive Fußchirurgie und ihre Techniken in Deutschland noch zu wenig verbreitet ist. Obwohl die minimal invasive Fußchirurgie einerseits großen Vorurteilen ausgesetzt ist, wird sie andererseits aber schon von vielen Kollegen praktiziert – allerdings bisher ohne breite wissenschaftliche Aufarbeitung der Techniken und ihrer Ergebnisse.

Geleitet wird der AK MIS Fußchirurgie von Dr. Frank Mattes (Tuttlingen) und Dr. Gebhard Suger (Ulm). Im Mittelpunkt des Interesses des Arbeitskreises stehen die Erforschung und die Etablierung der MIS Fußchirurgie sowie die Weiterentwicklung der operativen Behandlungsmöglichkeiten. Die Arbeit des AK beruht dabei auf vier Säulen:

1. Hands-on-Workshops zu operativen Verfahren mit praktischen Übungen unter Anleitung von erfahrenen Kollegen,
2. Wissenschaftliche Auswertung der Behandlungsergebnisse auf dem Internationalen Kongress für Fußchirurgie der GFFC in München jeweils im Dezember eines Jahres,
3. Weltweiter wissenschaftlicher Austausch zur MIS Fußchirurgie durch Teilnahme an Kongressen und Hospitationen,
4. Publikation von Ergebnissen und Erfahrungen in der medizinischen Fachliteratur.
 
Ein erster Schritt war 2014 der Besuch des jährlichen Ausbildungskurses der internationalen Gesellschaft für minimal invasive Fußchirurgie (GRECMIP, https://grecmip.eu) in Barcelona. Dr. Gebhard Suger fungierte hier als Referent. Daneben haben wir begonnen, die operativen Standardtechniken filmisch aufzuarbeiten und zu standardisieren. Mit einem zweitägigen Basiskurs der Techniken der MIS Fußchirurgie wird die GFFC vom 23. bis 24. Januar 2015 in Salzburg erstmalig eine eigene Fortbildung anbieten. Die Anmeldung hierzu ist in Kürze über die Homepage der GFFC möglich.

Der AK MIS Fußchirurgie würde sich über rege Mitarbeit freuen

Dr. Frank Mattes
(Dr. Frank Mattes)
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Rückblick - Berichte über vergangene GFFC-Veranstaltungen


Nachlese zum Bundeskongress Chirurgie vom 21. bis 23. Februar 2014
Bericht von Antje Thiel, Redakteurin

om 21. bis 23. Februar fand in Nürnberg der Bundeskongress Chirurgie 2014 statt, der jährlich gemeinsam vom Berufsverband Niedergelassener Chirurgen (BNC), dem Bundesverband Ambulantes Operieren (BAO) und dem Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC) ausgerichtet wird. Auch die GFFC ist als Partner seit einigen Jahren in die Gestaltung des fachlichen Programms eingebunden.

Bei den berufspolitischen Sitzungen diskutierten die Podiumsgäste die gesundheitspolitischen Auswirkungen des Koalitionsvertrages der Bundesregierung. Dieser macht nach Auffassung von BNC-Präsident Dr. Dieter Haack nur wenig Hoffnung, dass sich Ärzte künftig wieder auf ihre eigentliche Arbeit und das Patientenwohl konzentrieren können. Angesichts von Kostenunterdeckung in der GKV-Vergütung, der Zersplitterung in immer mehr verschiedene Facharztbezeichnungen und des Wettbewerbs anderer Fach- und Berufsgruppen um originär chirurgische Tätigkeiten sei die Zukunft des chirurgischen Generalisten eher fraglich. So riet der  
scheidende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Köhler den Chirurgen, ihr Profil als fachärztliche Grundversorger zu schärfen. Nach Einschätzung von GFFC-Mitglied Dr. Christoph Schüürmann (Arbeitskreis Recht, Gutachten und Berufspolitik) könnte es aber künftig schwierig werden, ein Profil als Grundversorger überhaupt weiter aufrechtzuerhalten, wenn mit der nächsten Novelle der Weiterbildungsordnung (WBO) der Facharzt für Allgemeinchirurgie abgeschafft werden soll.

In einer von der GFFC organisierten fußchirurgischen Sitzung berichtete GFFC-Mitglied Dr. Kai Olms vom Fußzentrum Bad Schwartau zunächst über die Herausforderung Fersensporn. Fersenschmerzen seien ein häufiges Phänomen, unter dem rund 30 Prozent der Patienten leiden, die eine fußchirurgische Praxis aufsuchen. Während ein posteriorer Fersensporn im Ansatzbereich der Achillessehne am oberen Ende der Calcaneusapophyse entsteht, entwickelt sich der plantare Fersensporn am Ursprungsbereich der Plantaraponeurose (Tuberculum mediale des Calcaneus). Entscheidend für den Behandlungserfolg sei der Erhalt des Fettpolsters an der Ferse: „Dieses Fersenpolster hat eine einzigartige Struktur und muss wegen seiner dämpfenden Wirkung unbedingt erhalten bleiben“, betonte Olms.

Dr. Kai Olms
(Dr. Kai Olms)

In einem zweiten Vortrag beschrieb Dr. Kai Olms die Umstellungsosteotomie beim Hallux valgus als eine der häufigsten Operationen im niedergelassenen Bereich. Am weitesten verbreitet sei die Umstellungsosteotomie nach Austin: „Sie ist quasi das Arbeitspferd der Fußchirurgie“, sagte Olms. Von einem begleitenden Lateral Release nähmen allerdings mittlerweile immer mehr Fußchirurgen Abstand. Häufig geäußerte Bedenken gegenüber der Lapidusarthrodese mochte Olms hingegen nicht teilen: „Diese Methode wird oft dafür kritisiert, dass ein ‚gesundes‘ Gelenk versteift wird. Die Kritiker verkennen aber, dass das metatarsocuneiforme Gelenk beim Hallux valgus eben nicht gesund, sondern instabil ist.“ Neue Entwicklungen gebe es in der Chirurgie des Hallux valgus auf dem Gebiet der Osteosynthesematerialien. Mittlerweile sei eine zweite Generation der resorbierbaren Implantate erhältlich, die durch einen Ultraschallgenerator intraoperativ aktiviert würden.

Die GFFC wird sich auch nächstes Jahr wieder an der Programmgestaltung des Bundeskongresses Chirurgie beteiligen. Dieser findet vom 27. Februar bis 1. März 2015 in Nürnberg statt.

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Nachlese zum GFFC-Sommermeeting vom 19. bis 21. Juni 2014 in Mailand
Bericht von Dr. Angela Simon, GFFC-Vorstand

Unser Sommermeeting, das 2014 bereits im dritten  Jahr auf dem Campus des großen Universitätsklinikums San Rafaele in Mailand stattgefunden hat, verdient den Namen „Insider-Treffen für sehr interessierte Fußchirurgen“. Dem Konzept der Veranstaltung entsprechend, kommen jeweils nur zwei Hauptthemen zur Sprache – diese dafür aber in allen Einzelheiten und unbegrenztem Tiefgang. In diesem Jahr standen der Knick-Plattfuß vom Kleinkindalter bis zum Seniorenalter sowie die Kleinzehendeformitäten auf dem Programm.

Der intensive Austausch zwischen den Referenten und dem Auditorium (20 Teilnehmer) fand stramme acht Sunden pro Tag statt. Als Belohnung konnte man abends kulturelle Besonderheiten in und um Milano , organisiert von Maurizio de Pellegrin genießen.
So wurde auch 2014 diese von der GFFC zertifizierte Patronatsveranstaltung, ausgerichtet von Maurizio de Pellegrin, Kinderorthopäde des Ospedale San Rafaele, Paul Simons und Angela Simon eine gelungene Veranstaltung zur  Wissensvertiefung mit italienischem Flair.

Das nächste Sommermeeting planen wir vom 25. bis 27.Juni 2015 wieder im Universitäts-Congresscenter des Ospedale San Rafaele in Milano.

Dr. Maurizio de Pellegrin Im Auditorium mit nur 20 Teilnehmern waren intensive Falldiskussionen möglich
(Dr. Maurizio de Pellegrin)   (Im Auditorium mit nur 20 Teilnehmern
waren intensive Falldiskussionen möglich)
Besichtigung der Kirche von San Maurizio al Monastero Maggiore
(Besichtigung der Kirche von
San Maurizio al Monastero Maggiore)
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Ausblick - Aktuelles zu den kommenden GFFC-Veranstaltungen


12. bis 13. September 2014, Lübeck
21. Lübecker Seminar für praktische Fußchirurgie

Das Seminar steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Thorsten Randt und Dr. Kai Olms, es findet im Holiday Inn in Lübeck statt. Es beinhaltet einen Präparationskurs – Masterkurs (3. Zertifizierungsgrad). Es können sich maximal 60 Teilnehmer anmelden.
Information und Anmeldung:
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26. bis 27. September 2014, Lübeck
8. Lübecker Arthroskopiekurs – Expertenkurs (bereits ausgebucht!)

Das Seminar steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Mellany Galla und Dr. Angela Simon, es findet im Anatomischen Institut der Universität zu Lübeck statt. Behandelt werden Arthroskopien am Oberen Sprunggelenk, Unteren Sprunggelenk und am Rückfuß.
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10. Oktober 2014, München
Harlachinger Video-OP-Kurs Fuß und Sprunggelenk (Advanced Course)

Diese GFFC-Patronatsveranstaltung steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Markus Walther, sie findet in der Schön Klinik München-Harlaching statt.
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10. bis 11. Oktober 2014, Erlangen
5. Erlanger Seminar für praktische Fußchirurgie (bereits ausgebucht!)

Das Seminar steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Manfred Lang und Dr. Ralph Springfeld, es findet in dem Anatomischen Institut der Universität Erlangen/Nürnberg statt. Es beinhaltet einen Präparationskurs – Aufbaukurs (2. Zertifizierungsgrad).
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24. bis 26. Oktober 2014, Budapest
12. Ungarisch-Deutsches Seminar für praktische Fußchirurgie

Das Seminar steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Katalin Nass und Dr. Ralph Springfeld, es findet in der Abteilung Forensische Medizin der Semmelweis-Universität Budapest statt. Es beinhaltet einen Präparationskurs – Aufbaukurs (2. Zertifizierungsgrad), der allerdings bereits ausgebucht ist, sowie einen Präparationskurs – Masterkurs (3. Zertifizierungsgrad). Es können sich jeweils maximal 40 Teilnehmer anmelden.
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7. bis 8. November 2014, Berlin
6. Berliner Expertenkurs „Kindliche Fußdeformitäten“

Der Kurs steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Angela Simon, Dr. Johannes-Stephan von Ruediger und Dr. Hubert Klauser, er findet in der Berliner Charité statt. Der Expertenkurs richtet sich vorrangig an zertifizierte Mitglieder der GFFC, die bei der Anmeldung bevorzugt werden. Es können sich maximal 40 Teilnehmer anmelden.
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21. bis 22. November 2014, Rüdesheim
10. Rheingauer Seminar für praktische Fußchirurgie (bereits ausgebucht!)

Das Seminar steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Katalin Nass, Dr. Paul Simons, es findet im Rüdesheimer Schloss statt. Behandelt werden Osteotomien am Knochenmodell.
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28. bis 29. November 2014, München
1. Symposium des GFFC-Arbeitskreises Sport und Konservative Therapie

Das Seminar steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Andreas Först, es findet im Holiday Inn München und in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Chirotherapie und Osteopathie e. V. (DGCO) statt.
Information und Anmeldung:
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5. bis 6. Dezember 2014, Unterschleißheim
22. Internationales Symposium für Fußchirurgie

Das Symposium findet im Hotel Dolce Munich in Unterschleißheim statt. Parallel zum Symposium findet auch die GFFC-Mitgliederversammlung inklusive Vorstands-Neuwahlen und Vergabe der Stipendien statt. Teilnehmer, die mit Kindern über drei Jahre anreisen, können eine professionelle Kinderbetreuung in Anspruch nehmen – bitte bei Bedarf eine entsprechende Mitteilung an die GFFC-Geschäftsstelle schicken.
Information und Anmeldung:
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Eine Übersicht zu den Kursen der GFFC sowie auch zu den Kursen unter dem Patronat der GFFC finden Sie auf der Homepage der GFFC unter „Termine“. Hier können Sie sich auch online anmelden. Dazu benötigen Sie Ihre Kundennummer. Falls Sie diese nicht zur Hand haben, können Sie gerne telefonisch bei der GFFC-Geschäftsstelle nachfragen.

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Einblick- Fakten und Hintergründe


Neues aus der Rechtssprechung
Bericht von Andrea Mangold, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht

Arzthaftungsrechtliche Bedeutung von Leitlinien
Handlungsanweisungen in Leitlinien ärztlicher Fachgesellschaften oder Verbände dürfen nicht unbesehen mit dem medizinischen Standard gleichgesetzt werden. Auch ersetzen Leitlinien kein Sachverständigengutachten. Sie können zwar im Einzelfall den medizinischen Standard für den Zeitpunkt ihres Erlasses zutreffend beschreiben. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich auch die Standards zur ärztlichen Behandlung fortentwickeln oder ihrerseits veralten können. Entsprechendes gilt für Handlungsanweisungen in klinischen Leitfäden oder Lehrbüchern.
Urteil des BGH vom 15.04.2014 (Az. VI ZR 382/12)

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Abweichung vom „Goldstandard“ kann Behandlungsfehler sein
Grundsätzlich ist der Arzt in der Wahl der Therapie frei, wobei maßgeblich die jeweils verschiedenen Gegebenheiten des konkreten Behandlungsfalles, seine eigene Ausbildung, Erfahrung und Praxis sind. Dies entspricht ständiger Rechtsprechung. Auch muss ein Arzt nicht zwingend stets den sichersten therapeutischen Weg und auch nicht das jeweils neueste Therapiekonzept verfolgen. Allerdings muss ein höheres Risiko durch die Besonderheiten des konkreten Falles oder durch eine günstigere Heilungsprognose gerechtfertigt sein. Gibt es diese Besonderheiten nicht, so ist prinzipiell die sicherere Methode zu wählen. Wendet ein Arzt nicht die Therapie der ersten Wahl, den „Golden Standard“, sondern die Therapie der zweiten Wahl an, so liegt darin ein Behandlungsfehler. Verlässt der Arzt den „Golden Standard“ ohne den Patienten hierauf hinzuweisen, so handelt er jedenfalls dann grob fehlerhaft, wenn der Patient bereits zur Durchführung der Therapie der ersten Wahl entschlossen war. Im konkreten Fall ging es um die Behandlung eines Patienten mit fotodynamischer Therapie, die zwar an sich fehlerfrei durchgeführt wurde, für die jedoch keine medizinische Indikation bestand.
Urteil des OLG Hamm vom 25.02.2014 (Az. 26 U 157/12)

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Honorarärzte: Ist die Einbeziehung in die Wahlarztkette möglich?
Durch die letzten Änderungen im PsychEntgG seitens des Gesetzgebers wurde klargestellt, dass im stationären Bereich auch freiberuflich tätige niedergelassene Fachärzte beschäftigt werden dürfen. Im Einzelnen ist hierzu jedoch nach wie vor vieles unklar; eine höchstrichterliche Klärung steht noch aus. Dies betrifft insbesondere auch die Frage, ob freiberuflich tätige Honorarärzte rechtswirksam in die Wahlarztkette einbezogen werden können. So spricht § 17 Abs. 3 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) nur davon, dass angestellte oder beamtete Ärzte des Krankenhauses in die Wahlarztkette einbezogen werden können. Einigkeit besteht lediglich dahingehend, dass die normalerweise verwendete Stellvertretervereinbarung zur Vereinbarung von Wahlarztleistungen in diesen Fällen nicht ausreicht. Nach dem derzeitigen Stand der Rechtsprechung empfiehlt es sich daher, sowohl einen schriftlichen Behandlungsvertrag zwischen dem jeweiligen Honorararzt und dem Patienten zu schließen, als auch den betroffenen Honorararzt in der jeweiligen Wahlarztvereinbarung des Krankenhauses explizit aufzuführen. Das Landgericht Kempten hat hierzu mit Urteil vom 30.04.2014 (Az: 51 S 1227/13) entschieden, dass – soweit die vorstehend genannten Voraussetzungen erfüllt sind – auch ein niedergelassener Vertragsarzt, der stationäre Leistungen erbringt, liquidationsberechtigt für Wahlleistungen sein kann, ohne dass er am Krankenhaus angestellt oder beamtet tätig ist.

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Notfallversorgung durch Krankenhausambulanzen
Nach den Gebührenordnungspositionen 01210 – 01218 EBM werden die Leistungen der Vertragsärzte im organisierten Notfalldienst sowie der nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Institutionen, insbesondere der Krankenhäuser, im Notfall vergütet. Diese Leistungspositionen tragen der besonderen Notfallsituation der Rechnung. Das BSG hat nun geurteilt, dass nur die ärztlichen Behandlungsmaßnahmen zu ergreifen sind, die in der jeweiligen gesundheitlichen Situation des Versicherten unverzichtbar sind; die Inanspruchnahme des Not- oder Bereitschafsdienstes ist also kein Surrogat einer regelmäßigen vertragsärztlichen Behandlung. Dabei darf die Vergütung für Notfallbehandlungen in Krankenhausambulanzen nicht schlechter vergütet werden als die vertragsärztlichen Leistungen im organisierten Notfalldienst. Diesem Gleichbehandlungsgebot tragen die genannten Gebührenordnungspositionen Rechnung. Geklagt hatte im gegenständlichen Verfahren eine Klinik, die neben den genannten Gebührenordnungspositionen 01210 – 01218 EBM auch die Grundpauschalen abrechnen wollte. Hierfür besteht nach der Entscheidung des Gerichts keine Grundlage; den Kliniken steht in diesen Fällen kein höheres Entgelt zu.
BSG-Urteil vom 02.07.2014 (Az. B 6 KA 30/13 R)

Andrea Mongold
(Andrea Mangold)

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GFFC-Partner - Aktuelle Stipendien


GFFC - Ottobock Reisestipendium
Zur Förderung von Forschung und Ausbildung arbeitet Ottobock in Form von Kooperationen und Partnerschaften eng mit renommierten wissenschaftlichen Institutionen zusammen. Gemeinsam mit der GFFC (Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie) hat das Duderstädter Medizintechnikunternehmen ein Reisestipendium im Wert von 3.000 Euro ausgelobt. Ziel ist, die wissenschaftliche Arbeit und Ausbildung auf dem Gebiet der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie nachhaltig zu unterstützen.
Für das Reisestipendium bewerben können sich Mitglieder der GFFC bis zum 15. November 2014. Die Bewerbung muss in Schriftform bei der GFFC Geschäftsstelle eingereicht werden. Sie muss eine detaillierte Darstellung der geplanten Reise und Lerninhalte enthalten, des Weiteren Lebenslauf mit dem Schwerpunkt des bisherigen Engagements im Bereich der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie sowie gegebenenfalls bereits vorhandene wissenschaftliche Arbeiten.
Die Vergabe des Stipendiums wird der GFFC Vorstand beschließen und auf dem jährlichen Kongress in München offiziell bekannt geben.

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Reisestipendium der Fa. DJO, „Travelling Fellowship“
Zur Förderung des Wissens auf dem Gebiet der Fußchirurgie und zum Wissensaustausch von Ärzten mit Interesse für die Fußchirurgie wird von der Firma DJO Deutschland in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V. (GFFC) ein Reisestipendium von 5.000 Euro jährlich ausgelobt.
Um das Reisestipendium können sich alle ärztlichen Mitglieder der GFFC bewerben, die eine fortgeschrittene Weiterbildung auf dem Gebiet der Fußchirurgie nachweisen können. Die Bewerbungen sind bis zum 31.10. des laufenden Jahres in der Geschäftsstelle der Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V. (GFFC) in Raisting unter dem Stichwort "DJO Reisestipendium" einzureichen.
Das Stipendium ist bestimmt für Reise- und Hotelkosten des 2 bis 3 wöchigen Auslandsaufenthaltes. Der GFFC Vorstand unterstützt den Stipendiaten die internationalen Kontakte herzustellen.
Die Vergabe des Stipendiums wird der GFFC Vorstand beschließen und beim Jahreskongress vom 5. bis 6. Dezember 2014 in München offiziell bekannt geben.

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Forschungsstipendium der Fa. Axomed
Das Forschungsstipendium der GFFC e.V. und der Firma Axomed GmbH ist für Fachärzte der Chirurgie sowie Orthopädie und/oder Unfallchirurgie mit Schwerpunkt Fußchirurgie vorgesehen, die auf dem Gebiet der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie wissenschaftlich arbeiten. Förderungsfähig sind auch Projekte im Bereich der konservativen Medizin. Das Forschungsstipendium ist mit 5.000 Euro ausgestattet und wird vorrangig für Forschungsmittel gewährt. Die Teilung des Stipendiums auf mehrere Bewerber ist möglich. Der Antrag sollte in kurzer, präziser Form gehalten sein.
Bewerbungen für das aktuelle Stipendium sind bis zum 31. Oktober 2014 in der GFFC Geschäftsstelle unter dem Stichwort „Forschungsstipendium“ einzureichen.

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Eine aktuelle Übersicht über alle Forschungs- und Reisestipendien der GFFC in Kooperation mit ihren Industriepartnern finden Sie auf der GFFC-Homepage unter Über uns >> Stipendien

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Zu guter Letzt


„So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das stillstehende Wasser verdirbt
oder bei Kälte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung.“
(Leonardo da Vinci)

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Fernmündlich oder per Mail

Tel.: +49 (0)8807 - 9492 - 44

Bitte addieren Sie 2 und 8.