Rückblick zum GFFC-Jahreskongress 2025

05. - 06. Dezember 2025

Der Jahreskongress fand am 5. und 6. Dezember 2025 in München statt und brachte erneut Fuß- und Sprunggelenkspezialistinnen und -spezialisten aus dem In- und Ausland zusammen. Unter dem Kongressmotto „KI und Fußchirurgie“ stand der intensive fachliche Austausch über Innovationen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven unserer Disziplin im Mittelpunkt.

Bereits der Eröffnungsvortrag „Entscheiden unter Unsicherheit“ machte deutlich, dass moderne Fußchirurgie weit mehr ist als die Anwendung technischer Möglichkeiten. Künstliche Intelligenz eröffnet neue Wege in Diagnostik, OP-Planung und wissenschaftlicher Arbeit, fordert uns aber zugleich heraus, ärztliche Erfahrung, Intuition und Verantwortung bewusst in diesen Prozess einzubringen. Diese Balance zwischen Technologie und Menschlichkeit zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Symposium.

Das wissenschaftliche Programm spiegelte die beeindruckende thematische Breite der Fußchirurgie wider. In zahlreichen Parallelsitzungen wurden aktuelle Entwicklungen in der minimalinvasiven Chirurgie, Arthroskopie, Kinderfußchirurgie, Traumatologie und konservativen Therapie diskutiert. Einen besonderen Stellenwert nahmen neue Konzepte zur Behandlung komplexer Deformitäten wie des juvenilen Hohlfußes oder der adult erworbenen Plattfußdeformität ein. Ebenso intensiv beleuchtet wurden wirtschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen – von Hybrid-DRG über Abrechnungssysteme bis hin zu gesundheitspolitischen Veränderungen.

Ein zentrales Anliegen des Kongresses war es, den Blick über die reine Technik hinaus zu erweitern. Sitzungen zu Resilienz, mentaler Gesundheit, Gender- und Bias-Themen sowie zur ärztlichen Ausbildung im digitalen Zeitalter unterstrichen, dass nachhaltiger Fortschritt nur dann gelingt, wenn wir auch die Menschen hinter der Chirurgie stärken. Gerade in Zeiten zunehmender Verdichtung und Digitalisierung ist dies ein wichtiges Signal.

Internationale Impulse – unter anderem durch das Gastland Schweiz und die Kooperation mit der Balkan Foot and Ankle Society – bereicherten das Programm zusätzlich und machten deutlich, wie wertvoll der grenzüberschreitende fachliche Austausch für die Weiterentwicklung unserer Disziplin ist. Die freien Vorträge und Abstract-Sessions zeigten eindrucksvoll die hohe wissenschaftliche Qualität und Innovationskraft.

Ein weiterer Höhepunkt waren die Ehrungen, Stipendienvergaben und der Alexander-Sikorski-Preis, mit denen besonderes Engagement für Wissenschaft, Ausbildung und Vernetzung in der Fußchirurgie gewürdigt wurde. Sie stehen exemplarisch für den Anspruch der GFFC, Wissen weiterzugeben und die nächste Generation aktiv zu fördern.

Unser besonderer Dank gilt allen Referentinnen und Referenten, den Arbeitskreisen der GFFC, unseren Industriepartnern sowie dem Organisationsteam, das mit großem Einsatz diesen Kongress möglich gemacht hat. Nicht zuletzt haben die persönlichen Begegnungen, Diskussionen und Gespräche den Kongress zu dem gemacht, was er ist: ein lebendiges Forum für Austausch, Inspiration und gemeinsames Gestalten der Zukunft.

Wir nehmen viele neue Impulse mit – fachlich, menschlich und visionär – und freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.

Die KongresspräsidenInnen

Anja Pallas und Ulf Bertram

Ausblick: 34. Internationales Symposium für Fußchirurgie – 04.-05. Dezember 2026

Zurück